10 französische Desserts, die du unbedingt probiert haben solltest

10 französische Desserts, die du unbedingt probiert haben solltest

Bonjour aus Frankreich! Herbstwetter, kurze Tage und dazu die anhaltende Coronakrise – wer würde da nicht ein wenig melancholisch werden? Zum Glück gibt es bei unseren französischen Nachbarn ein krisensicheres Gegenmittel: süße Gaumenfreuden, die garantiert jeden Kummer vergessen lassen! Wie versprochen lade ich dich hiermit zu Teil 2 meiner kulinarischen Reise durch Frankreich ein. Entdecke 10 tolle französische Desserts – Rezeptvorschläge inklusive!

 

1) Crème brûlée

desserts françaisEin ganz großer Klassiker unter den französischen Desserts: die Crème brûlée, was frei übersetzt soviel heißt wie « gebrannte Sahnecreme ». Dieses unglaublich leckere Rezept ist ein Muss auf jeder französischen Speisekarte!

Sahne, Vanille, Zucker – die Crème brûlée hat alles, was man zum Glücklichsein braucht. Unter der knusprigen, « gebrannten » Kruste versteckt sich eine puddingartige Cremespeise. Vielerorts wird dieses Dessert zwar kalt serviert – am besten aber schmeckt es noch ganz frisch und duftend warm aus dem Ofen!

Die Crème brûlée kannst du daheim ganz einfach selbst zubereiten – deine Familie und Freunde werden es dir danken! Hier geht’s zum Rezept, inklusive Tipp, wie du auch ohne Flambiergerät die perfekte Zuckerkruste zauberst 😉

 

2) Moelleux au chocolat (oder Fondant au chocolat)

Schokoliebhaber aufgepasst! Dieses Dessert wird euch garantiert zum Schmelzen bringen! Denn der Moelleux oder auch Fondant au chocolat, zu Deutsch Lava- oder Schokoladenkuchen, ist genau das, was der Name schon sagt:

moelleux = weich / fondant = schmelzend

Genau, es handelt sich also um eine Art Schoko-Muffin mit einem weichen, da geschmolzenen Schokoladenkern.

Klingt himmlisch? Ist es auch! Und ganz simpel nachzumachen: Der cremige Schokokern entsteht ganz einfach dadurch, dass der Kuchen nur kurz gebacken wird. Dazu gibt es im französischen Restaurant traditionell einen großzügigen Klacks Schlagsahne. Mjamm.

Hier geht’s zu einem leckeren Rezeptvorschlag.

 

3) Mousse au chocolat

dessert mousse chocolatWo wir schon bei Schokolade sind… von der Mousse au chocolat hat auch in Deutschland bestimmt jeder gehört! Dieser « Schokoladenschaum » kommt zwar ebenso leicht und fluffig wie sein Name schon sagt, hat es aber ordentlich in sich!

Aber was soll’s, denn wie heißt es so schön? Die Leckerei beginnt erst, wenn man keinen Hunger mehr hat 😉 Also: aus Schokolade, Eiern und Sahne ein fluffiges Geschmackserlebnis zaubern – und unverschämt genießen!!

Auch dieses klassische französische Dessert lässt sich ganz einfach zubereiten und gelingt im Handumdrehen. Und hier geht’s zum Rezept 😉

 

4) Tarte au citron

tarte au citronAuch wenn alle französischen Desserts unglaublich lecker sind, ich persönlich mag am liebsten die Tarte au citron – die Zitronentarte. Die schmeckt nämlich ganz wunderbar leicht und frisch und bringt dank ihrer leuchtenden Farbe auch bei grauem Wetter etwas Sonne auf den Tisch.

Dieses wunderbare Dessert, das man entweder als große Tarte oder auch in kleineren Formen als leckere Törtchen backen kann, besteht aus drei Schichten: Einem Mürbteigboden, einer süßen Zitronencreme und einer Baiserhaube. (Manche Rezepte lassen den Eischnee auch weg, ich finde aber, dass gerade diese lockere Schicht der Tarte erst ihre Weichheit und ihren Reiz verleiht…)

Hier geht’s zum Rezept für diesen französischen Dessert-Klassiker.

 

5) Profiteroles

Hier wird es schon etwas anspruchsvoller: Für die Zubereitung von Profiteroles – mit Vanilleeis gefüllte französische Windbeutel – musst du etwas Geduld mitbringen. Aber es lohnt sich! Mit heißer Schokocreme, der Ganache, überzogen sind Profiteroles ein süßer Traum.

Und weil ein Windbeutel natürlich zu klein für eine Eiskugel ist, schneidet man ihn kurzerhand in zwei Hälften. Eine Windbeutelhälfte als Untersetzer, die andere als keckes Häubchen… und weil das Dessert ganz klar nicht der Zeitpunkt ist, sich über seine Figur Gedanken zu machen, kommt in Frankreich oft noch eine dicke Sahnehaube auf die Schokocremegarnitur!

Einen Rezeptvorschlag (inklusive selbstgemachter Eiscreme und Windbeuteln ohne Spritzbeutel) findest du hier. Ist dir das zu aufwendig, kannst du aber auch ganz einfach Windbeutel und Vanilleeis aus dem Tiefkühlfach verwenden 😀

 

6) Crêpes Suzette

crepe suzette dessertsWas wäre eine Liste französischer Desserts ohne Crêpes? Den hauchfeinen Pfannkuchen sind in Frankreich eigene Restaurants gewidmet, die Crêperies. Die als Hauptspeise verspeisten Pfannkuchen heißen hier Galettes und sind oft herzhaft mit Käse, Schinken, Ei oder einer Spezialzutat der Region belegt.

Zum Nachtisch gibt es dann selbstverständlich süße Crêpes – mit Vanilleeis, mit flambierten Äpfeln, mit dem berühmten bretonischen Caramel au beurre salé (eine leicht gesalzene Karamellsoße), mit Maronencreme… Oder mit saftigen Orangenscheiben und einer karamellisierten Orangensoße – die Crêpes Suzette!

Hier findest du ein tolles Rezept für diesen wunderbaren Klassiker.

 

7) Macarons

macaronsAußen knusprig, innen saftig und rundherum kunterbunt – Macarons sind heute über die französischen Grenzen hinweg ein echter Renner. Für mich ist es damit immer ein bisschen wie mit den aus Harry Potter berühmten Bertie Bott’s Bohnen: Bei den vielen quietschigen Farben kann man sich jedesmal wieder vom Geschmack überraschen lassen. (Mit dem entscheidenden Unterschied, dass sie bei aller Variation sicher immer süß und lecker sind 😉 )

Leider ist das fluffig-knusprige Baisergebäck aber nicht so leicht nachzubacken… Schon ein Gramm mehr oder weniger Eiweiß kann über Erfolg oder Niederlage entscheiden! Hast du trotzdem Lust, mit Spritzbeutel und Lebensmittelfarbe zu experimentieren (Spaß macht es schließlich allemal), geht es hier zu einem illustrierten Rezeptvorschlag!

 

8) Baba au rhum

Ein weiterer Klassiker unter den französischen Desserts, der Baba au rhum. Wie es der Name schon andeutet, handelt es sich hierbei um ein in Rum getränktes Gebäck. Die Grundlage bildet ein Briocheteig, und das i-Tüpfelchen natürlich (was sonst?) ein ordentliches Sahnehäubchen.

Die eigentümliche Bezeichnung dieses Desserts geht auf einen Pâtissier des 18ten Jahrhunderts zurück, Nicolas Stohrer, der damals im Dienste des polnischen Königs Stanislaus stand. Stohrer verhalf der Geschichte nach trockenen Brioches zu neuem Leben, indem er sie in Malaga tauchte. Das mit Safran und Rosinen verfeinerte Gebäck nannte der König kurzerhand « Ali Baba » – letzteres hat die Jahrhunderte überdauert 🙂

Einen hübschen Rezeptvorschlag (und die ausführlichere Geschichte des Baba au rhum) kannst du hier nachlesen.

 

9) Île flottante

Zur Abwechslung einmal ein etwas leichteres Dessert: Die Île flottante – zu Deutsch « die schwimmende Insel ». Diese poetische Bezeichnung beschreibt eine fluffige Eisschneenocke, die in einer süßen Vanillesoße « schwimmt ».

Schnell und einfach zuzubereiten, ist die Île flottante ein äußerst beliebtes französisches Dessert. Die Vanillesoße sollte man natürlich am besten selber kochen. Mit frischer Sahne und einer echten Vanilleschote schmeckt sie einfach hundertmal besser als eine Päckchensoße!

Und so geht’s 🙂

 

10) Millefeuille

« Tausend Blätter » heißt dieser Klassiker unter den französischen Nachspeisen. Ganz so viele sind es in Wirklichkeit vielleicht nicht – aber es stimmt schon, die Millefeuille ist ziemlich vielschichtig!

Das liegt an erster Stelle daran, dass die Grundlage dieses Desserts ein Blätterteig ist – und der besteht nun mal aus vielen hauchdünnen Teiglagen. Zum anderen schichtet man für dieses Dessert viele Lagen Blätterteig und Vanillecreme übereinander – da kann schon mal der Eindruck entstehen, es mit tausend Blättern zu tun zu haben 😉

Und wer schon mal eine Millefeuille gekostet hat weiß: Es ist leichter, dieses Dessert zuzubereiten, als es zu essen! Am besten, du probierst es ganz einfach selber aus: hier geht’s zum Rezept. 😉

 

Last but not least – Geheimtipp Maronencreme

Auch wenn es so vermutlich auf keiner Speisekarte zu finden ist, ein Dessert muss ich unbedingt noch erwähnen. Die Crème de marrons au chantilly: Maronencreme mit Schlagsahne. Manche Franzosen halten es für eine Todsünde, die in der Herstellung äußerst mühselige Maronencreme mit Sahne zu « verschandeln » – aber ich persönlich liebe es! (Es ist, wie ich immer gern sage, einer meiner Hauptgründe fürs Leben in Frankreich 😀 😀 )

maronenDie Zubereitung ist denkbar simpel: Einige Löffel Maronencreme mit mindestens ebenso viel Schlagsahne bedecken, fertig. Wer schon einmal selber Maronencreme gemacht hat, weiß, dass deren Herstellung dagegen eine ziemlich aufwendige und langatmige Angelegenheit ist. (Ich persönlich hab es nur einmal versucht. Nach drei Stunden Arbeit für ein kleines Gläschen Maronencreme kaufe ich sie jetzt lieber wieder im Supermarkt…)

Die süße Spezialität aus der Ardèche erfreut sich in Frankreich übrigens enormer Beliebtheit. Wo immer es Crêpes zu kaufen gibt, wird neben Zucker, Marmelade, Nutella und Karamellsoße auch die Maronencreme als süße Garnitur angeboten. Und auch aus vielen Eisbechern ist sie nicht wegzudenken, mit einer Kugel Vanilleeis und – natürlich – reichlich Schlagsahne!

 

Voilà! Ich hoffe, du hast beim Lesen ebenso viel Appetit bekommen wie ich beim Schreiben und wünsche dir

Viel Spaß beim Backen!

Magdalena

 

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